Projekte

1. Projekt “Skate Plaza” im Rahmen der Landesgartenschau 2014

Derzeit arbeiten wir an einem Konzept für einen Neubau der Skateanlage am Schwanenteich. Im Jahr 2014 wird in Giessen die Landesgartenschau stattfinden und im Zuge dieser Veranstaltung wird es am Stadtpark Schwanenteich zahlreiche Umbaumaßnahmen geben und es ist noch nicht sicher, ob der Skatepark, so wie er jetzt ist, bleibt.

Wir setzen uns für einen Neubau ein, der den Skatepark nicht nur in den Stadtpark integrieren würde sondern auch Gartenbautechnisch interessant wäre.

Nachfolgend schon mal erste Gedanken zu diesem Konzept. Wir hoffen, dass wir die Idee im September 2009 beim Landesgartenbau- Ausschuss der Stadt Giessen vorlegen können.

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PROJEKTERLÄUTERUNG

Seit 2008 engagieren wir uns als Skateboardverein Giessen e.V. in enger Zusammenarbeit mit dem Gartenamt Giessen beim Ausbau der Skate-Anlage am Schwanenteich. Der bereits seit Jahrzehnten vorhandene Skate-Platz konnte so in den vergangenen zwei Jahren mit mehreren neuen Skate-Elementen ausgebaut und modernisiert werden. Die so entstandene Anlage ist stets sehr gut besucht und erfreut sich bei Skateboardern, Inline-Skatern und BMX Fahrern, auch über die Kreisgrenzen von Gießen hinaus, grosser Beliebtheit.

Inspiriert durch die geplanten Umbaumaßnahmen des Stadtparks am Schwanenteich im Rahmen der Landesgartenschau 2014 aber auch durch die damit verbundene “ungewisse Zukunft” des bereits vorhandenen Skateparks, möchten wir Ihnen nachfolgend unser Konzept für einen völlig neuen, in die Parkanlage integrierten Skate-Park vorstellen.

1. Die Entwicklung der Skatepark Architektur

Skateparks existieren bereits so lange es Skateboards gibt aber ihre Architektur hat sich, genau wie der Rollsport an sich, in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich verändert. Während die Skatepark Architektur bis in die späten 80er Jahre stark von Rundungen (Transitions) geprägt war, die noch den Ursprung dieses Sports in der Surf-Kultur erkennen liessen so zeichnet sich, besonders in den letzten 5 Jahren, eine Entwicklung hin zur “Urbanisierung” ab. Modernes Skateboarding ist ein reiner Strassensport geworden und das schlägt sich auch in einer progressiveren Skatepark Architektur nieder. So entstehen heute weltweit sogenannte “Skate-Plazas”, die auf den ersten Blick nichts mit einem althergebrachten Skatepark gemein haben.

Die moderne Skate-Park Architektur setzt hierbei fast ausschliesslich auf Elemente, wie man sie auch in der herkömmlichen Innerstädtischen Nutzarchitektur findet, wie z.B. Schrägen (Banks), Mauern (Curbs), Treppen und Geländer. Dabei werden vieler dieser Skate-Parks durch eine Teilbegrünung in ihr Umfeld eingebunden. Sie wirken nicht mehr wie Fremdköroer und bieten gleichzeitig ein breiteres Nutzungspotential.

2. Chance “Landesgartenschau 2014”

Mit der Landesgartenschau 2014 in Gießen bietet sich eine grossartige Chance einen solchen “Skate Plaza” in Gießen, nicht nur für die “Rollsportgemeinde” sondern auch, ganz im Sinne einer Landesgartenschau, für alle Stadtparkbesucher Landschaftsbaulich und -architektonisch ansprechend, zu gestalten. Die Verwirklichung eines Skateparks im Rahmen einer Landes- oder Bundesgartenschau ist nichts Neues. So haben in den vergangenen Jahren u.a. die Städte Kaiserslautern, Trier, Kehl am Rhein u.v.m. den Bau einer Skate Anlage in ihr Gartenschaukonzept integriert. Allerdings mit dem Unterschied, dass keine Anstrengungen unternommen wurden den Skate-Park auch tatsächlich in das Landschaftsbauliche Konzept der Gartenschau zu integrieren. Vielmehr wurde oft einfach ein Skateanlagenhersteller damit beauftragt eine herkömmliche Skateanlage auf einem zugewiesenen Gelände “aufzubauen”.

Wir möchten mit unserem Konzept bewusst weitergehen und so einen in dieser Form in Deutschland einzigartigen Platz für den modernen Rollsport schaffen und darüberhinaus auch direkt und aktiv einen Beitrag im eigentlichen Sinne der Landesgartenschau leisten. Neben den bereits genannten bietet das Projekt “Skate Plaza” im Gegensatz zum Bau eines herkömmlichen Skateparks weitere Vorteile:

– Es ist kostengünstiger als die Anschaffung eines Skateparks aus dem “Katalog” eines Skateanlagenherstellers

– Es bietet die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit ortsansässigen Unternehmen.

– Es bietet ein breiteres Nutzungspotential durch den Park-im-Park Charakter

Zur Verdeutlichung nachfolgend einige Bilder von geplanten und bereits realisierten “Skate-Plazas”:

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